Die Silberhoamat Marienheim geht mit großen Schritten in eine neue Ära. Durch eine umfassende Modernisierung und Erweiterung wird das traditionsreiche Haus an die aktuellen und künftigen Bedürfnisse seiner Bewohner:innen angepasst. Mit dem Start der Umbauarbeiten im Herbst werden nach Vollendung des Baus mit dem bewährten Hausgemeinschaftsmodell auf zwei Ebenen sowie modernster Technik neue Maßstäbe in Sachen Wohnqualität, Sicherheit und Barrierefreiheit gesetzt.
Seit über 500 Jahren ist das Marienheim ein Ort des Miteinanders und der Geborgenheit. Die 35 Bewohner:innen erleben hier nicht nur Betreuung, sondern ein echtes Zuhause, das durch ein engagiertes Team von 45 Mitarbeitenden täglich mit Leben gefüllt wird. Um auch für die kommenden Jahrzehnte optimal aufgestellt zu sein, erhält das Haus nun eine umfassende bauliche Erneuerung. Ziel ist es, den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden und eine Umgebung zu schaffen, die den Alltag der Bewohner:innen erleichtert. „Wir investieren in unsere Silberhoamat Marienheim aus gutem Grund: Die Wohnqualität und die Voraussetzungen für ein würdevolles Altern werden an moderne Grundlagen der Pflege angepasst, damit wir den Schwazer:innen auch im Alter soziale Sicherheit bieten können“, erklärt Bürgermeisterin Victoria Weber im Rahmen einer Pressekonferenz. „Ganz herzlich möchte ich mich bei allen Projektbeteiligten bedanken, die im Vorfeld in der Planung viel Einsatz gezeigt haben, insbesondere Stadtbaumeister Gernot Kirchmair und sein Team im Bauamt der Stadtgemeinde Schwaz“.
In das zukunftsweisende Bauvorhaben werden rund 3,3 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten starten im Herbst 2025 und sollen innerhalb von neun Monaten abgeschlossen sein. Ein Anbau im Westen schafft zusätzliche Aufenthaltsbereiche für gemeinschaftliche Aktivitäten. Zudem wird durch ein neues Fluchtstiegenhaus im Norden die Sicherheit erhöht. Um den Komfort zu verbessern, werden Badezimmer, Balkontüren und weitere Bereiche vollständig barrierefrei gestaltet. Technische Innovationen wie eine moderne Heizungsanlage, Photovoltaikmodule und ein neuer Aufzug optimieren die Infrastruktur. Bestehende Räumlichkeiten werden umstrukturiert und funktional an die Bedürfnisse der Bewohner:innen und auch Mitarbeiter:innen angepasst.
Nach dem Vorbild der anderen Häuser der Silberhoamat wird das bewährte Hausgemeinschaftsmodell nun auch in der Silberhoamat Marienheim eingeführt und wird dadurch den Alltag und die Gemeinschaft bereichern. Dabei stehen Alltagserfahrungen im Mittelpunkt: Frisch gekochte Mahlzeiten, hausinterne Wäscheversorgung und individuelle Beteiligungsmöglichkeiten der Bewohner:innen fördern Selbstbestimmung und Lebensfreude. Unterstützt wird das Pflegepersonal durch speziell geschulte Alltagsbetreuer:innen, die für eine warme, familiäre Atmosphäre sorgen. „Dieses Konzept trägt maßgeblich zur Lebensqualität bei, indem es Sinneseindrücke aktiviert und ein Gefühl von Vertrautheit schafft“, erklärt Pflegedienstleiter Dominik Fröhlich.
Die Silberhoamat hat in den vergangenen vier Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielt: Die Pflegekapazitäten wurden deutlich ausgebaut, sodass nun insgesamt 261 Pflegeplätze und 20 betreute Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Mit innovativen Projekten wie dem „PflegeKraftWerk39“ setzt die Einrichtung neue Impulse in der Pflegebranche. Die enge Kooperation mit Angehörigen sowie regelmäßige Austauschformate garantieren eine hohe Betreuungsqualität. Heimleiter Andreas Mair sieht der Neueröffnung mit großer Freude entgegen: „Respekt und Wertschätzung sind Grundwerte, die in all unseren Häusern gelebt werden. Durch den Umbau schaffen wir optimale Bedingungen für unsere Bewohner:innen und unser Team.“ Die Bewohner:innen sollen vom Umbau möglichst unbehelligt bleiben, die Arbeiten erfordern somit von allen Projektbeteiligten Sensibilität und eine optimale Koordination.